Interboot 2026: Surfen, Segeln und elektrisch abheben

Medienrundgang zeigt einen Tag vor Veranstaltungsbeginn aktuelle Trends und Premieren – Vom Refit-Center über sportliche Daysailer bis zur 16 Meter langen Elektroyacht – 308 Aussteller präsentieren Neuheiten in acht Hallen und im Interboot Hafen
22. September 2026

Surfen mitten in der Messehalle, ein Elektroboot, das sich auf Tragflächen aus dem Wasser hebt und eine vollelektrische 16-Meter-Yacht als größtes Boot auf dem Messegelände: Einen Tag vor dem offiziellen Start gab der Medienrundgang einen Vorgeschmack auf die 65. Auflage der internationalen Wassersportmesse. Vom 23. bis 27. September präsentieren hier 308 Aussteller in acht Hallen, auf dem Freigelände, am Messe-See und im Interboot Hafen die aktuellen Trends und Neuheiten der Branche. „Die Interboot entwickelt sich kontinuierlich weiter und verbindet Produkte, Information und Beratung mit dem direkten Erlebnis auf und am Wasser“, betont Projektleiter Felix Klarmann. „Mit 308 Ausstellern liegen wir zwar etwas unter dem Vorjahresniveau, was vor allem auf die aktuelle geopolitische Lage und damit einhergehende Veränderungen im Charterbereich zurückzuführen ist, umso erfreulicher ist aber, dass wir in diesem Jahr mehr Boote auf dem Gelände haben und damit eine noch größere Auswahl bieten können. Mit neuen Formaten wie dem Refit-Center und der E-Boat Area, einer erweiterten Sonderschau für Einsteiger und vielen Möglichkeiten zum Ausprobieren schaffen wir zudem echten Mehrwert für erfahrene Wassersportler und Neueinsteiger.“ Für Felix Klarmann ist die diesjährige Ausgabe die letzte als Projektleiter. Danach übernimmt Zuzanna Sroda das Ruder, die die Interboot bereits seit zehn Jahren als Projektmanagerin begleitet.

Kostenloses Wellenreiten für Neulinge und Profis

Wassersport zum Mitmachen gibt es in Halle A5: Die Surf-Days mit der stehenden Welle kehren auf die Interboot zurück und bringen Surf-Feeling mitten in die Messehalle. Sowohl erfahrene Surferinnen und Surfer als auch Neulinge können sich auf das Brett wagen. Profis stehen mutigen Anfängern hilfreich zur Seite und greifen „Wackelkandidaten“ stützend unter die Arme. Neoprenanzug, Board und Handtuch werden gestellt, Badesachen sollten mitgebracht werden. Die halbstündigen Slots können über die Webseite reserviert werden. Der Ritt auf der Welle ist im Messeeintritt enthalten: https://www.interboot.de/messe-programm/ausstellungsbereiche/interboard#welle

Refit-Center: Reparieren statt ersetzen

Mit dem neuen Refit-Center in Halle A4 rückt die Interboot erstmals die Pflege und Aufwertung bestehender Boote in den Mittelpunkt. Fachleute verschiedener Unternehmen zeigen in praxisnahen Workshops, welche Möglichkeiten es heute bei Reparatur, Wartung und Modernisierung gibt. Dabei trifft klassisches Bootsbau-Handwerk auf moderne Fertigungstechnologien. Live-Demonstrationen veranschaulichen, wie Bauteile per 3D-Scan erfasst, am Computer konstruiert und anschließend im 3D-Druck gefertigt werden können. Auch Decksbeläge und deren fachgerechte Verarbeitung stehen auf dem Programm. Wer sich für einen Workshop anmelden möchte, kann dies über die Webseite tun: https://www.interboot.de/messe-programm/ausstellungsbereiche/ausruestung-zubehoer#Refit 

Rassige Raubkatze als Daysailor individuell konfigurierbar

Sportliche Gene und zahlreiche Möglichkeiten zur individuellen Konfiguration bringt die Saffier SE 28 Leopard als Messepremiere mit nach Friedrichshafen. Schon die nach innen geneigte Bugform deutet auf das moderne Rumpfdesign des 9,20 Meter langen und 2,70 Meter breiten Segelboots hin. Gesteuert wird je nach Wunsch über Pinne oder Doppelrad. Auch bei der Segelausstattung und dem Antrieb haben Eignerinnen und Eigner die Wahl: Zur Verfügung stehen verschiedene Segelvarianten sowie ein Elektro- oder Dieselmotor. Für besonders sportliche Seglerinnen und Segler ist zudem ein leichter Kohlefasermast erhältlich. Obwohl die Saffier SE 28 Leopard in erster Linie für Tagesausflüge konzipiert ist, bietet sie vier Schlafplätze und eine kleine Bordküche. Optional sorgen Heizung, Sonnendach und weitere Extras für zusätzlichen Komfort.

Neuer Bénéteau-Händler für die gesamte Bodenseeregion

Die französische Bénéteau-Gruppe, ein 142 Jahre altes Familienunternehmen, zählt zu den größten und renommiertesten Sportbootwerften weltweit. Mit dem Verkauf und Service in Kressbronn schließt Bodan-Yachthandel am Bodensee eine Lücke im Vertriebsnetz. Die sportliche First-Reihe steht im Mittelpunkt des diesjährigen Interboot-Auftritts: von der regattatauglichen und für Einsteiger geeigneten Jolle 14 SE über die sportliche 18 SE bis zur familiengerechten First 24 mit vier Schlafplätzen ist für jeden was dabei. Im Interboot Hafen kann zudem die mehrfach ausgezeichnete Messepremiere First 30 Probe gesegelt werden. Auch zwei Modelle der Oceanis-Reihe stehen dort für Testfahrten bereit. 

Fliegendes Leichtgewicht mit drei kleinen Elektromotoren

Leichtbau trifft auf Elektroantrieb und Tragflächentechnik: Mit der EB EINS fly zeigt die Münchener Hightech-Schmiede Kaebon, wie sich durch geringes Gewicht der Energiebedarf auf dem Wasser reduzieren lässt. Das 5,25 Meter lange Carbonboot bringt lediglich 350 Kilogramm auf die Waage und hebt bereits ab einer Geschwindigkeit von neun Knoten, rund 16 km/h, aus dem Wasser. Ein aktives System regelt dabei die Tragflächen, die sogenannten Foils, und sorgt dafür, dass der Rumpf über der Wasseroberfläche gleitet. Für eine Reisegeschwindigkeit von zwölf Knoten reichen drei Elektromotoren mit jeweils nur 3 kW Dauerleistung aus. Am herkömmlichen 230-Volt-Stromnetz sind die Batterien innerhalb von fünf Stunden wieder aufgeladen. Wer das Fahrgefühl selbst erleben möchte, kann den serienreifen Prototyp im Interboot Hafen Probe fahren.

Vollelektrische 16-Meter-Yacht aus Ungarn ist das Flaggschiff

Dass Elektromobilität auf dem Wasser nicht bei kompakten Tagesbooten endet, demonstriert die WIA 520 HardTop. Mit gut 16 Metern Länge ist das Flaggschiff von WIA Electric Yachts zugleich das größte Boot auf dem diesjährigen Messegelände. In der Standardmotorisierung treiben zwei 40-kW-Elektromotoren die Yacht an. Bei einer Geschwindigkeit von 5 km/h ist eine Reichweite von bis zu 240 Kilometern möglich. Antrieb und Batteriekapazität können deutlich erweitert werden, bis zu 450 kW Gesamtleistung sind möglich. Auch beim Platzangebot zeigt die vollelektrische Yacht Größe: Abklappbare Seitenwände und Badeplattform erweitern die Sonnenfläche und verbinden sie auf einer Ebene mit Cockpit und Innenraum. Bis zu zwölf Personen finden im Tagesbetrieb Platz, sechs können in drei Kabinen übernachten. Klimaanlage, Ice-Maker, Grill und Entertainment-Anlage sorgen für zusätzlichen Komfort an Bord.

Modernisiertes Trailerboot mit raffiniertem Sonnendach

Kompakt, trailerbar und speziell für den europäischen Markt konzipiert präsentiert sich die neue Jeanneau Cap Camarat 6.0 CC als Deutschlandpremiere. Das Sechs-Meter-Boot ergänzt die Modellfamilie zwischen der Cap Camarat 5.5 und 6.5 und verbindet einen schmalen, vorne spitz zulaufenden Rumpf mit einer Center-Console. Ein 115-PS-Außenborder gehört zur Serienausstattung, optional sind 150 PS möglich. Ein besonderes Detail ist das auf Wunsch erhältliche AQUA-Top: Das abnehmbare Sonnendach besteht aus einem Material, das auch bei SUP-Boards zum Einsatz kommt, und lässt sich gleichzeitig als Badeinsel nutzen. Eine über die gesamte Breite verlaufende Panoramakonsole sowie ein großzügiger, von vorne zugänglicher Stauraum ergänzen das Konzept.

Tickets und Öffnungszeiten

Die Interboot 2026 findet vom 23. bis 27. September statt. Sie ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, am Sonntag bis 17 Uhr. Unter der Woche wird ab 15 Uhr ein vergünstigtes Nachmittagsticket angeboten, am Sonntag gibt es ab 14 Uhr das „Last Chance Ticket“. Die InterDive (im Ticketpreis enthalten) öffnet am Donnerstag ab 12 Uhr. Parken ist kostenlos. Weitere Informationen im Internet unter www.interboot.de und auf www.facebook.de/interboot oder www.instagram.com/interboot.friedrichshafen.